Kultur | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Zwei Mitmenschen können einander nicht ausstehen. Wann immer sie sich begegnen, so gibt es Krach. Sie seien wie Hund und Katz', sagte man dem früher.
Mittlerweilen erfährt man immer wieder, wie die Regel durchbrochen wird; Bilder von Katzen, die liebevoll um die Beine eines viel grösseren Hundes streichen. Welpen, die von einer Katzenmutter betreut werden.
Beide Arten sind Haustiere, die dem Menschen den Zugang zu den von ihm bedrängten Wildtieren ersetzen sollen.
Hunde und Katzen zeigen aber nicht nur ganz unterschiedliche Charakterzüge und Verhaltensformen, sie sagen auch viel aus über ihre Halter.
Die Katze anerkennt zwar im Menschen das Alphatier, versteht sich selber aber als Besitzerin des Hauses.
Der Hund kann sich in der Umwelt des Menschen nicht einmal mehr selbständig seiner Exkremente entledigen. Dafür lernt er "Männchen machen" und zu gehorchen ("Er versteht jedes Wort").
Eine Katze führt sich selber "Gassi". In der Regel werden Fäkalien sogar vergraben.
Dagegen scheitern alle Versuche aus einem Büsi etwas anderes zu machen als eine Katze. Wenn sie jemanden nicht mag, so meidet sie ihn. Deute ich ihr an, Krallenwetzen am Sofa sei falsch, so werde ich mit Verachtung bedacht.
Mir sind Menschen sympatischer, die ihren eigenen Willen haben. Individuen, die nicht darauf warten, dass ihnen jemand vorführt was zu tun ist. Reine Befehlsempfänger sind leicht suspekt.
Darum sind mir Katzen lieber als Hunde.
Schliesslich will ich ja ein TIER in meiner Wohnung und kein Zivilisationsprodukt, dass mir ähnlich sein soll.
Offensichtlich sind die Erbfaktoren der Katze stärker als die des Hundes. Einerseits führte das Bestreben des Menschen, Zuchthunde nach seinem Schönheitsempfinden zu manipulieren, zu den absonderlichsten Monstern. Andererseits sieht man auch einer Wettbewerbsmietze noch an, dass es sich um eine Katze handelt.
Back to Culture