Alternativen zum Zucker

Alles über den süssen Geschmack

Teil 4


Tabelle 4

Rohstoff   Normaler Kuchen
Einwaage
eingewogene
Kalorien
Zuckerfreier Kuchen
Einwaage
eingewogene
Kalorien
Mehl 4 kcal/g 400 g 1'600 kcal 620.3 g 2'481 kcal
Fett 9 kcal/g 250 g 2'250 kcal 379 g 3'411 kcal
Zucker 4 kcal/g 350 g 1'400 kcal    
Saccharin       0.7 g 0 kcal
Total   1'000 g 5'250 kcal 1'000 g 5'892 kcal

Das gleiche Gewicht "zuckerfreien" Kuchens hat also bei gleicher Süsse über 10% mehr Kalorien. Um wirklich kalorienarme Produkte formulieren zu k&oumlnnen, werden kalorienfreie Trägerstoffe für die künstlichen Süssstoffe ben&oumltigt. Solche Stoffe sind in der Entwicklung, in der Erprobung oder bereits zugelassen.

Ein ganz anderer Sachverhalt liegt vor, wenn künstliche Süssstoffe zum Süssen von Getränken verwendet werden. Wasser ist kalorienfrei, daher hat ein mit Saccharin oder Aspartam gesüsster Kaffee, Tee oder Mineralwasser praktisch keine Kalorien im Gegensatz zu den gleichen, aber mit Zucker gesüssten Getränken.

Leistungssportler

Kohlenhydrate sind wichtige Energielieferanten in unserer Ernährung. Bei Stress-situationen ist die Zufuhr von Glukose (=Dextrose=Traubenzucker) erforderlich um dem Organismus die zur Bewältigung motorischer, thermischer und anderer Funktionen n&oumltige chemische Energie zur Verfügung zu stellen.

Früher wurde für sportliche Aktivität die Einnahme von reinem Traubenzucker empfohlen. Traubenzucker aber gelangt sehr rasch ins Blut und kann einen hyperglykämischen Zustand herbeiführen.

glucmetabolism

Dadurch wird Insulinausschüttung eingeleitet, gefolgt von einem Glucoseabbau bis in den hypoglykämischen Bereich (Figur oben). Die Folge davon ist muskuläre Ersch&oumlpfung. Bei der Einnahme von Fruchtzucker, hingegen, werden Blutzuckerspitzen und Hypoglykämie vermieden (8). Nur ein Teil der Fruktose wird in Glukose umgewandelt. Diese Tatsachen sind die Grundlage der heute empfohlenen Verwendung von Fruktose in Tabletten und isotonischen Getränken für Sportler (9). (Isotonische Getränke enthalten Mineralsalze in demselben Verhältnis, wie sie dem K&oumlrper durch den Schweiss verloren gehen).

Damit haben wir nun Beispiele zweier der in Tabelle 1 erwähnten drei Gruppen von süssen Stoffen kennengelernt. Als Vertreter der Gruppe "Zuckeraustausch-stoffe" seien Sorbit und das erst seit 1974 verfügbare Xylit genannt. Beide kommen in der Natur vor, sind sogenannte Zuckeralkohole und eignen sich infolge ihrer "Insulinunabhängigkeit" auch für Diabetiker. In vier wesentlichen Punkten unterscheiden sich Sorbit und Xylit allerdings voneinander:

Wie aus Tabelle 1 hervorgeht, hat nur Xylit die gleiche Süsskraft wie Zucker. Der Vorteil ist, dass sich damit erstmals "zuckerähnliche" Süsswaren formulieren lassen. Xylit schmeckt als einziger Zuckeraustauschstoff gleich süss wie Zucker und kühlt sich beim Aufl&oumlsen im Munde ab, was im allgemeinen als angenehm empfunden wird.

Von ausschlaggebender Bedeutung für den oder die "Zahnhygienebewussten" ist aber die Tatsache, dass Xylit von Zahnkaries-Bakterien nicht fermentiert werden kann.


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