Alternativen zum Zucker

Alles über den süssen Geschmack

Teil 6


5. Kariesvorbeugung und zahnfreundliche Süssigkeiten

Dank der Aktivität der schweizerischen zahnärztlichen Institute an den Universitäten von Zürich, Genf, Basel und Bern, ist der heutige Stand der Zahnhygiene besonders bei den schulpflichtigen Kindern unseres Landes sehr gut. Die Zahnkaries ist verglichen mit früheren Jahren beträchtlich zurückgegangen Dieser vielbeachtete Erfolg lässt sich auf drei Massnahmen zurückführen:

  1. Aufklärung und Instruktion zur Zahnhygiene.

  2. Trinkwasser- und Salzfluoridierung sowie Abgabe von Fluorpräparaten.

  3. Förderung zahnschonender gegenüber zuckerhaltiger Süsswaren.

Dieser "dritte Pfeiler" besteht dank des für die Schweiz eigenen Mechanismus ÒGesetzgebung - Zahnärztliche Institute Industrie.
Das Bundesamt für Gesundheitswesen erlaubt nämlich zahngesundheits-bezogene Anpreisungen auf Süsswaren unter den folgenden Bedingungen:

Am Zahnärztlichen Institut der Universität Zürich wird seit Jahren eine dort entwickelte Untersuchungsmethode eingesetzt, bei der Freiwillige das zu über-prüfende Produkt einnehmen, während eine telemetrische Messvorrichtung auf eine Graphik die zeitliche Entstehung von Säure überträgt, welche durch den Konsum des Produktes entsteht (11). Das Ergebnis dieser Messungen bestimmt dann ob der Hersteller des Produktes dieses als "zahnschonend", "gesund für die Zähne" oder als "nicht kariogen" bezeichnen darf.

Wenn die gemessene Säureproduktion einen bestimmten Grenzwert nicht über-schreitet, so darf der Hersteller das Produkt als "zahnschonend" in den Verkauf bringen. Dies ist im allgemeinen der Fall bei Süsswaren, in denen Zucker durch Sorbit oder Sorbit und Xylit ersetzt worden ist. Entsteht hingegen überhaupt keine Säure, so kann das Produkt als "nicht kariogen" oder "gesund für die Zähne" angepriesen werden (sofern dies durch eine klinische Studie bestätigt worden ist), dies trifft aber nur für Xylit alleine, oder für Produkte aus Xylit und anderen nicht fermentierbaren Stoffen, wie z.B. Kaugummibase zu.


Weiter im Text