Basler Zeitung vom Do. 30. Jan. 2007:


"Der Rothirsch drängt ins Baselbiet".


Der Präsident des basellandschaftlichen Jagdschutzvereins erkennt den Rothirsch als ".. Bereicherung der Wildbahn", stellt hingegen fest
".. er muss aber gemanagt und nachhaltig bewirtschaftet werden."

Unsere Vorfahren brachten es zustande, dieses grosse Wildtier praktisch auszurotten.
Seither sehnen sich die Stadtmenschen wieder nach dem symbolträchtigen Stück Natur.
Allerdings haben wir inzwischen dafür gesorgt, dass der geeignete Lebensraum laufend verringert wird.
Neulich sollen ganze zwei Tiere (oder waren es gar vier?) im Kanton Baselland aufgetaucht sein.
Soll es jetzt diesen Einzelexemplaren so ergehen wie dem Luchs, dem Wolf oder dem Bären?

Ein Jagd-Schutzverein dient eben dem Schutz der Jagd, nicht dem Schutz der Tiere.
Wenn er so richtig gemanagt und bewirtschaftet wird, hat der einsame Rothirsch wohl bald ausgeröhrt.

Ist unser Verhalten nicht geradezu schizophren?
Einerseits wird Alles unternommen, von uns augerottete Wildtiere wieder anzusiedeln, andererseits stehen bereits die Manager und Bewirtschafter mit der Flinte bereit, um das Ueberborden der Natur in Griff zu bekommen.

Solange Wildtiere für die Einen Bereicherung der Artenvielfalt, für die Andern nur jagdbares Wild bedeuten, drängt der Rothirsch wohl vergeblich ins Baselbiet.