Über die Verdeutschung |
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Dank unserer sprachlichen Offenheit dürfen wir in der
Schweiz immer noch Filme in ihrer Originalsprache (mit
Untertiteln versehen) geniessen.
Anders bei unserem wirtschaftlich mächtigen Nachbarn im Norden.
Dort wird einfach alles verdeutscht.
In der Folge tönt dann ein subtiles britisches Wortspiel eher wie ein preussischer Befehl.
Ganz unmöglich wird die Übersetzung gar wenn etwa ein englischer Aristokrat einem amerikanischen Businessman gegenüber steht. Wie sollten sie das auch synchronisieren können? Etwa mit Hochdeutsch gegen bayrischen Dialekt?
Da lässt der Untertitel schon bedeutend mehr Spielraum.
Im Übrigen haben wir ja alle in der Schule Französisch und viele von uns Englisch gelernt.
Das Kino ist doch ein wunderbares, illustriertes und phonetisches Lehrbuch für diese Fremdsprachen!
Hoffentlich bleiben uns Original"versionen" noch lange erhalten.
Als Kino und TV-Fan lasse ich mir nicht gerne von Herrn Wenzel Lüdecke in Berlin die Freude an Original-Filmen nehmen.
Eine annehmbare Lösung beim Fernsehen ist das Zweikanal-Tonsystem, bei dem auf dem linken Stereokanal des Fernsehers die verdeutschte, auf dem
rechten das Original zu hören ist.
Leider macht das nur einer der vielen deutschsprachigen Sendern ab und zu.
Es ist natürlich ein Schweizer Sender: SF2.
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