Sexismus und die Deutsche Sprache |
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Es fing einigermassen harmlos damit an, dass man* nicht mehr schreiben durfte: "Die Konsumenten erwarten von den Politikern stabile Preise".
Politische Korrektheit verlangt jetzt von der deutschen Sprache, trotz ihrer majestätischen Starrheit, dass man* immer die Formen beider Geschlechter aufführt.
Deutsche Satzgebilde, ohnehin schon länger als z.B. die englischen (siehe Gebrauchsanweisungen), werden dadurch noch unverdaulicher: "Die Konsumentinnen und Konsumenten erwarten von den Politikern und Politikerinnen stabile Preise."
Lächerlich wird diese Form der politischen Korrektheit wenn das Spielchen sogar mit Wörtern lateinischer oder englischer Herkunft betrieben wird: Die Insiderin, die Rektorin, die Teenagerin ...
Das Englische hat es da schon leichter: Die Endung -man (z.B. businessman) kann einfach durch -person ersetzt werden um beide Geschlechter zu berücksichtigen.
* sogar neue Wörter werden im Zuge dieser Hysterie erfunden: "... dass frau nicht mehr schreiben durfte...."
Die deutsche Sprache kennt bekanntlich drei Artikel:
Warum manipulieren die übereifrigen deutschen Sprachstrategen nicht auch an den Ungereimtheiten der Geschlechter-Zuordnung herum?
Ein Mädchen sollte doch den Inbegriff des Weiblichen darstellen, nicht wahr?
Im Deutschen ist das Mädchen sächlich !
Dafür sind Inbegriffe des Sächlichen, wie z. B. die Nachttischschublade weiblich !
Natürlich sind diese Kuriositäten im Deutschen keineswegs neu.
Sogar Begriffe, die ihren Ursprung im klassischen Altertum haben, wurden im Deutschen mit dem "falschen" Geschlecht versehen.
Mir ist keine andere Sprache bekannt, in der unser Trabant männlich, das Tagesgestirn aber weiblich ist. Die Sonne und der Mond!
La lune, la luna, the moon, as she shines her pale light....,
braucht frau da mehr zu sagen?