Die Xenophobie der Deutschen |
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Die Straße der Unbelehrbarkeit:
*(Lächerliches Deutsches Beta)
Dieser archaische Buchstabe soll angeblich zwischen einem
Doppel-s mit vorhergehendem kurzen Vokal und einem solchen mit
vorhergehendem langen Vokal unterscheiden. Also z.B. Maße
(Kurzes A = Gewicht) gegenüber Masse (Langes A =
Abmessungen).
Die neue deutsche Rechtschreibung (=Orthographie) verlangt immer
noch das LDB! Wie steht es da mit anderen Doppel-Konsonanten?
Wenn schon ein besonderer Buchstabe für einen
Mehrfachkonsonanten, warum dann nicht einer für das viel
häuffiger vorkommende "Sch"? Das Englische kommt
mit zwei Buchstaben dafür aus. Andere Sprachen sogar mit nur
einem.
Also muss man "Bewußtsein" schreiben, damit es nicht wie "Bewuhstsein" ausgesprochen wird ?
Warum sollte es nicht genügen im ersten Fall zwei, im zweiten ein "s" zu schreiben?
Und wie steht es bei der Grossschreibung? Da geht es auf einmal! WETTEN DASS?
Wenn dieser archaische Buchstabe die Länge des vorausgehenden Vokals beeinflussen soll, was dann mit den anderen Doppelkonsonanten? Dort braucht man offenbar keinen Sonder-Buchstaben. Die Regel ist da einfach umgekehrt: Vokal vor Doppelkonsonanten - kurz; vor Einzelkonsonanten - lang:
Ratte ("a" = kurz)
Rate ("a" = lang)

Die Duden-Macher scheinen einen Horror vor dem internationalen
und lateinischen "C" zu empfinden.
In fast allen Sprachen werden Eigennamen so geschrieben, wie sie
ihrer Herkunft nach geschrieben werden sollen. Nur die Deutschen
glauben mit ihrer Verdeutschung einen Beitrag zur Reinhaltung der
Sprache zu leisten.
Siehe auch "Wörterbuch zur
Reinhaltung der Deutschen Sprache".
Diese geschichtlich bedingte Xenophobie beschert der Welt hässliche Gebilde wie
Kanada, Kopilot, Kuba, Marokko, Mexiko und Toskana,.
Ganz konsequent gehen sie dabei allerdings nicht vor. Sonst müssten sie konsequenterweise schreiben
Askona, Kassette, Kola, Kaiman, Komputer, Lokarno und vieleicht sogar Sankt Franzisko.