![]() | Das wahre Gesicht der Religionen |
Mythen und Evolution
Sünde und Sühne
Atheismus
Das Böse
Etwa 13 Milliarden Jahre nach Beginn der Zeit, auf einem Planeten in der dritten Orbitalebene eines Sterns vom Typ G2 , in den äusseren Bereichen einer grossen Spiral-Galaxie, entwickelte sich eine aggressive, intelligente Tierart.
Seit der Morgendämmerung ihres geistigen Erwachens schuf sich die Rasse eine Folge von Mythen, die alle zum Ziel hatten, ihre dringendsten Existenzfragen zu beantworten:
Heute, nach einigen Jahrtausenden wissenschaftlicher Forschung steht wenigstens fest, dass wir in einem von Hunderten MiIlionen Sternsystemen leben, die zusammen eine Galaxie bilden. Und dass es Millionen von Milliarden Galaxien im Weltraum gibt.
Da erscheint es unbegreifflich, wenn moderne Vertreter des intelligentesten Tieres der Erde immer noch and den primitiven Mythen festhalten, die sie
Religionen nennen.
Religionen sind mit Abstand das schädlichste Produkt menschlichen Denkens.
Sie verdanken ihre Existenz ausschliesslich der Furcht vor dem persönlichen Tod und sogar vor dem Leben.
Westliche Mythen sind Phantasiewelten rund um invasive Patriarchen. Ihre Figuren und ihre Liturgie glichen sich im Verlauf der Geschichte dem Aufassungsvermögen der Massen an.
Nehmen wir Menschen der Gegenwart diese Angleichung immer noch vor, oder gab es einmal eine Stagnation ?
Warum soll "Gott" ein Asiate, ein Araber, ein Jude oder ein Grieche sein ?
Warum haben wir ihn nie dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnis oder wenigstens der "poitischen Korrektheit" angepasst ?
Fü r den Zweck dieses Essays wollen wir Religion definieren als den Glauben an ein mystisches, antropomorphes Wesen, das nicht nur den Kosmos schuf, sondern auch Einfluss nimmt auf jedes einzelne menschliche Individuum des Planeten.
Die meisten Religionen haben der Menschheit wenig Erfüllung gebracht.
Hingegen ist der Tribut an entsetztlichem Leiden durch Kriege, Hexenwahn, Folterungen und Verstümmelungen, umwerfend.
Ob durch glühenden Glauben an Gott oder als Vorwand:
Scheusslichkeiten wiegen vor.
Ebenso wenig sind sie in der Lage, die grundlegenden Existenzfragen zu beantworten, der Hauptgrund warum Religionen im Verlauf der Geschichte überhaupt formuliert worden sind.
Die meisten Religionen kennen die PraxIs der Erpressung durch Androhung von Strafe und Versprechen von Belohnung in einem "Leben" nach dem Tod.
Da die meisten von ihnen Anspruch auf exklusive Wahrheit erheben, wird Sühne zum Mitel, spezifischen Glauben auf alle Menschen auszudehnen.
In einigen der alten Schriften wird Strafe herabbeschworen als Konsequenz für Abweichungen vom Rechten Weg.
Innewohnende Starrheit hat die Religionen veranlasst zu übersehen, dass viele Abweichungen der Vergangenheit heute irrelelvant sind, während neue für unser Überleben unabdingbar wurden.
Anderseits droht keine der grossen Religionen post-mortem Vergeltung für das Kapitalverbrechen an, einer Mitkreatur das Leben zu nehmen.
Einige verweigern sogar anderen hochentwickelten Lebewesen ein Seele.
Wie auch immer die Definition von "Seele" ausfallen mag, der Unterschied zu unserer Seele kann nur quantitativer, nicht qualitativer Art sein.
Wie soll das böswillige Auslöschen von Leben verhindert werden?
Die Geschichte lehrt, dass Tötungen als instumental für die Ausbreitung der konventionellen Religionen betrachtet wird.
Zeige mir eine Religion, die Bestrafung vorsieht für das Wildern und die nachfolgende Auslöschung seltener Spezies in ihren letzten Reservaten - und ich werde mich gerne zu ihr bekehren lassen.
Zeige mir eine Gruppe von Gläubigen, die Strafe androht für die Zerstörung der Umwelt - und ich bin unter den Ersten, die sich ihnen eingliedern.
Zeige mir einen Glauben, der die Plünderung planetarer Resourcen bis zur Erschöpfung unter Strafe stellt - und ich werde zu seinem Advokaten.
Konventionelle Religionen stellen menschliche Werte so hoch über diejenigen anderer, einzigartiger Schöpfungen Gottes, dass die Ausrottung "minderer Kreaturen" als Sünde nicht wahrgenommen wird.
Im Gegenteil:
Eine von ihnen (Das Christentum) lässt sogar ihren Gott die Unterwerfung unserer Mitgeschöpfe befehlen. (Genesis 22)
Es gibt keine graduelle Anpassung an eine veränderliche menschliche Gesellschaft bei den Religionen. Angeborene Starrheit verhindert jede Revision ihrer heiligen Schriften.
Darin liegt der grundlegende Unterschied zwischen dem Versuch, die Welt mit Hilfe der Wissenschaft zu verstehen und der wörtlichen Interpretation überlieferter Mythen.
Die Wissenschaft sieht sich jederzeit in der Lage, Fehler einzugestehen, eine Theorie durch eine neue zu ersetzen oder zu spezifizieren, wenn Experimente neue Tatsachen zu Tag geföördert haben.
Religionen aber, geben vor über diesen Korrekturmassnahmen zu stehen;
Glaube und du wirst gerettet.
Meistens wird Gott - wie auch immer der Name des Schöpfers lauten mag - als anthropomorphes Wesen mythologisiert, ist er immer männlichen Geschlechts.
Wenn Sie etwas nicht in Ordnung finden an der Machostruktur religiöser Auffassungen....
Sollte jemand, der sich nicht einer der grossen traditionellen religionen verschreibt, als "Atheist" (Gottloser) bezeichnet werden ?
Wenn das in der Tat die geltende Definition sein sollte, so möchte ich eine Revision der Terminologie vorschlagen.
Dickbäuchige Philosophen, frauenfeindliche Propheten, bärtige Überväter, sind nicht mehr als Projektionen historischen menschlichen Verhaltens in eine Zeit, die unsere Rasse in ihrer keinlichen Selbstüberschätzung weit zurück lassen.
Sollte es wirklich ein Überwesen geben, das für die Erschaffung dieses gewaltigen Gebildes Universum verantwortlich ist, dann muss es weiter entfernt sein von den Göttern unserer antiquierten homozentrischen Religionen als eine Amöbe von Albert Einstein.
Religiöser Glaube sollte eine rein persönliche Angelegenheit sein
Ein Mensch muss selber entscheiden können, ob er oder sie an ein unerklärliches Prinzip hinter all den verwickelten Zyklen des Kosmos glauben soll oder nicht.
Ich selber fühlte mich abgestossen, Atheist genannt zu werden, nur weil meine Auffassung von Gott nicht diejenige eines lebendigen Wesens in menschenähnlicher Form ist.
Die Wahrheit hinter der Natur Gottes mag uns wohl für immer verborgen bleiben.
Ich kann gut mit dieser Ungewissheit leben.
Gegenwärtig bieten die Wissenschaften von Kosmologie, Physik und Biologie die besten Annäherungschancen an das Mysterium eines undefinierten Schöpfers.
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Mir gefällt die Sicht des Astronomen Fred Hoyle ("Home is where the Wind Blows", 1994, p. 421):
"Religionen mit einem allmächtigen Gott machen keinen Sinn, es sei denn man glaube, Gott sei äusserst bösartig, oder mindestens völlig gleichgültig gegenüber schlechten Dingen.
Glaubt man an einen allmächtigen Gott, so muss man Gott eine Moralität zuschreiben, die unter derjenigen des Menschen liegt, was einem gerüttelten Mass von Verdammung gleichkäme.
Aber der springende Punkt ist, dass Gott nicht allmächtig ist. Gott kann nicht das Übel des Zerfalls überwinden, denn die Wahl ist nicht offen. (*)
Wo ein Universum ist, muss es auch Zerfall geben. Wo kein Zerfall ist, gibt es kein Universum. Sie haben die Wahl."
(*) Ich denke Professor Hoyle bezieht sich auf den Zweiten Satz der Thermodynamik.
Können wir an einen Teufel glauben?
Ja, wir können. Er kommt in Form verschiedener Menschen. Ein wenig von ihm lebt in allen von uns. Denken wir dabei an "Mr. Hyde".
Er hat wenig zu tun mit dem Schöpfer des Universums, aber viel mit dem Irrtum der Evolution, die sich Mensch nennt.
Die Menschheit, nachdem sie sämtliche natürlichen Kontrollmechanismen über ihre gallopierende Vermehrung eliminiert hat, ist zur zerstörerischsten Spezies geworden, die der Planet je tragen musste.
Wie soll man an der Existenz des Teufels zweifeln, wenn Satane wie Stalin, Hitler, Idi Amin und Pol Pot auf diesem Planeten wandelten ?
Aber sie waren, sind und werden Menschen sein, keine gefallenen Engel.
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Aus dem Englischen übersetzt vom Autor am 25. Dezember, 2006.
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