Das isch euses FüürliDer Baselbieter Territorial - TickNr. 10 in einer Serie | ![]() |
||||||||||||||||||||
Die Stadt Basel hat ihre Vorstädte in benachbarten Kantonen, sogar in Nachbarländern. In den Vierziger Jahren brach einmal in Allschwil ein Grossfeuer aus. Die städtische Feuerwehr war bald zur Stelle und begann mit den Löscharbeiten. Als aber die landschäftliche Equipe anrückte, kam es zum Disput über die Löschrechte. Während des Streits äusserte der später eingetroffene Kommandant den seither unter boshaften Baslern zum geflügelten Wort gewordenen Einspruch: "Das isch euses Füürli!".
Ein schöner alter Brauch, mit dem alljährlich um Auffahrt schlafende Baselbieter ein jähes Erwachen finden, ist der Banntag. Ihren ursprünglichen Zweck soll diese Begehung der Gemeindegrenze darin haben, dass den Bürgern damit ihr Terri-torium eingeprägt wird. Allerdings, die akustische Untermalung mit Schüssen scheint eher an die Adresse der Nachbarn gerichtet zu sein. Ein Pendent zum Anbringen von Duftmarken der wildlebender Tiere.
Ganz in diesem Sinne liegen die Hinweistafeln, die plötzlich eines Tages die Grenzen des Kantons Basellandschaft an den Strassen markierten. Befährt man das Zentrum der Agglomeration Basel, so kann man jetzt lesen: "Auf Wiedersehen im Baselbiet." Auf ähnliche Weise warnte man einst am Checkpoint Charlie in Berlin: "Sie verlassen jetzt den amerikanischen Sektor". Freundlich wird man beim Befahren des BL - Territoriums begrüsst mit "Willkommen im Baselbiet" - bei einer Fahrt von Liestal nach Laufen etwa vier mal!
Mir ist der grundlegende Gedanke hinter diesem weiteren Beitrag zum Tafelwald schleierhaft, es sei denn die Baselbieter seien eben territorialbewusster als andere.